Interview mit Christian und Stefan Braunewell:

Warum Sind Sie Winzerin geworden?

ChristianMich faszinieren die Arbeit in der Natur, die unterschiedlichen Jahrgänge und das tägliche Arbeiten an den besten Trauben des Jahrgangs.

Stefan: Ich liebe guten Wein!

Wer ist Ihr Vorbild und warum?

Christian: Vorbild?

StefanFür Christian sind es die großen Pinot Winzer der Welt.

Welches ist Ihr interessantestes/spannendstes Weinerlebnis?

Stefan: Einmal die Schatzkammer der Familie durchprobieren und sehen, wie unsere Weine vor Jahrzehnten geschmeckt haben und welches Potential darin schlummert.

Christian: Jede Flasche kann ein kleiner Schatz sein.

Was ist Ihr Lieblingsgericht und was trinken Sie bevorzugt dazu?

Christian: Rheinland-Pfälzer Weiderind, gebratenen Essenheimer Spargel und Spätburgunder.

Stefan: Sushi & Pinot!

Welche Arbeit in Ihrem Betrieb schieben Sie am längsten vor sich her?

Beide: Büro! (Lachen)

Wenn Sie wüssten, der nächste Wein wird Ihr letzter sein, welchen würden Sie trinken?

Christian: Den habe ich leider nicht im Keller...

Stefan: Champagner, oder besser ein super Winzersekt.

Hintergrundinformationen zum Weingut Braunewell:

Das Weingut Braunewell aus Essenheim ist mit seinen Weinen und Sekten derzeit in aller Munde und legt seit einigen Jahren eine beachtliche Entwicklung hin. Die (Wein)Geschichte der Familie reicht jedoch bis ins 17. Jahrhundert zurück, als Francois Breiniville zur Zeit der Hugenottenverfolgung aus Villepot-Loraine nach Rheinhessen auswanderte. Er heiratete in Essenheim und baute sich mit seiner Frau Christina eine neue Existenz auf - Landwirtschaft und Weinbau. Bereits in der zweiten Generation wurde der Name Braunewell im Kirchenbuch eingetragen und hat seither Bestand. Die ersten Flaschenweine füllte Adam Braunewell in den 1960er Jahren und pflanzte mit seiner Familie die Reben in den Spitzenlagen Blume und Teufelspfad. Außerdem verlegte er den Familiensitz aus dem Ortsinnern in die Weinberge. Axel und Ursula Braunewell entwickelten anschließlich das Weingut zu einem modernen Familienbetrieb, indem nun mehr und mehr die junge Generation, ihre Söhne Christian und Axel die Geschicke lenken. Man verschreibt sich weiter einem naturnahen Weinbergsmanagement und besinnt sich auf eine natürliche Weinbereitung, um das besondere Terroir des Selztals in charakterstarke Weine zu übertragen.