Interview mit Mario Zelt:

Herr Zelt, warum Sind Sie Winzer geworden?

Noch in meiner Schulzeit hatte ich mich entschieden das elterliche Weingut nicht weiterzuführen. Dadurch, dass ich im Weingut aufgewachsen bin und nichts anderes kannte, hatte ich einen starken inneren Drang beruflich andere Wege zu gehen. Durch diese Entscheidung und Distanzierung vom Weingut ist nach einiger Zeit in mir eine Flamme entfacht, die mich zurück ins Weingut führte. Seitdem bin ich leidenschaftlicher Winzer und kann mir nichts anderes mehr vorstellen.

Was sind denn Ihre wichtigsten Vorbilder?

Hinter meinem Vorbild steckt kein Name, sondern eine Philosophie. Ich konnte in den letzten Jahren viele Winzerpersönlichkeiten kennenlernen, bei denen mich fasziniert hat wie konsequent und kompromisslos sie ihren Qualitätsgedanken verfolgen. Das hat mich geprägt und ist gleichzeitig meine Motivation.

Was war Ihr schönstes Weinerlebnis?

Mein Praktikum in Südafrika war ein spannendes Erlebnis und eine unvergessliche Zeit.

Was ist Ihr Lieblingsgericht?

Eines meiner Lieblingsgerichte sind geschmorte Ochsenbäckchen und dazu einen Spätburgunder aus dem Laumersheimer Kirschgarten.

Welche Arbeit macht Ihnen keine Freude?

Das unter Winzern allseits beliebte Kellerbuch.

Wenn Sie wählen müsste: Was wäre Ihr letzter Wein?

Ein kristallklarer trockener Riesling.

Hintergrundinformationen zum Weingut Ernst und Mario Zelt:

Dass früher auf dem Land der Familie Zelt auch Obst angebaut wurde, kann man heute nur noch im Riesling „Alte Reben“ erahnen. Inzwischen ist der klassische Familienbetrieb komplett auf Wein umgestiegen und wird in vierter Generation von Mario Zelt geleitet. Die Entscheidung fiel, als Mario sich Mitte der 90er Jahre entschied im elterlichen Betrieb einzusteigen. Für ihn war klar, dass der Betrieb in eine neue Richtung gelenkt und die Qualität gesteigert werden muss.