Interview mit Christian Vogt:

Herr Vogt, warum Sind Sie Winzer geworden?

Ich wurde in ein Weingut hinein geboren und neben den üblichen Berufswünschen, die man ab und an so hat, hat sich doch recht schnell gezeigt, dass es der Winzer sein soll, in all den Facetten die dieser tolle Beruf bietet.

Haben Sie ein berufliches Vorbild?

Es gibt viele tolle Kollegen; da einen speziellen zu nennen, fällt mir schwer. Ich will es mal so sagen: Ich bin sehr froh, daß ich Hans Günter Schwarz (ehem. Weingut Müller-Catoir; sein Grundsatz lautete: Aktionismus am Rebstock - Minimalismus im Keller) getroffen habe und die ein oder andere fachliche Probe mit ihm halten konnte.

Was war Ihr bisher schönstes Weinerlebnis?

Wein bietet eine Fülle toller Momente. Auch hier gibt es nicht das eine Highlight für mich. Mir ist wichtig, mich auf den jeweiligen Wein einzulassen, etwas zu seiner Herkunft zu erfahren. Die spannendsten Dinge beim Wein passieren meist ganz von allein.

Was ist Ihr Lieblingsgericht?

Wildschweingulasch! Dazu einen kräftigen trockenen Riesling, möglichst mit 2 oder 3 Jahren Flaschenreife.

Was macht Ihnen im Betrieb nicht so viel Spaß?

... Betriebsgeheimnis! ...

Angenommen Sie müssten wählen: Was wäre Ihr letzter Wein?

1997 Riesling Spätlese trocken, natürlich vom Karthäuserhofberg!

Hintergrundinformationen zum Weingut Karthäuserhof:

Im Jahre 1335 wurde der Karthäuserhof von Mönchen des Kartäuserordens gegründet und befindet sich seit 1811 im Besitz der Familie Tyrell. Die ca. 19 ha große Monopollage "Eitelsbacher Karthäuserhofberg" liegt auf rosa-kupferfarbenem Tonschiefer aus dem Devon und verleiht dem Wein sein reichhaltiges, mineralisches Bouquet mit Fruchtaromen. Unter Leitung von Christian Vogt entstehen etwa 120.000 Flaschen Riesling und Weißburgunder im Jahr.