Interview mit Johannes Haart:

Herr Haart, warum Sind Sie Winzer geworden?

Zum einen aus Verpflichtung der Familientradition gegenüber, aber vor allem aus Spaß am Wein selbst, seiner Vielfalt und seiner kulturellen Bedeutung.

Haben Sie Vorbilder in Ihrem Beruf?

Mein Vater. Auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind ist er früh seinen ganz eigenen Winzerweg gegangen, ist seinen Prinzipien treu geblieben und hat sich sehr für die Mosel und ihre Weine und Winzer eingesetzt.

Was war Ihr schönstes Weinerlebnis?

Da gibt es viele. Eigentlich sind es immer solche Erlebnisse bei denen ich mit mir unbekannten Weinen/Weinstilen konfrontiert wurde, sie dann aber (meist unter Anleitung) zu verstehen und lieben lernte.  Das gilt auch für das kombinieren von Wein und Speisen.

Was ist Ihr Lieblingsgericht?

Wildgerichte ganz allgemein, insbesondere aber Hirsch und Kaninchen. Hierzu lassen sich gereifte Weine am besten und spannendsten kombinieren, insbesondere alte Riesling Spät- und Auslesen!

Welche Arbeit im Betrieb schieben sie am längsten vor sich her?

Büroarbeit, Papierkram. Immer auf den letzten Drücker…

Stellen Sie Sich vor sie müssten wählen: Was wäre Ihr letzter Wein?

1994er Goldtröpfchen Spätlese meines Vaters, der vielleicht beste Wein, den er je gemacht hat.

Hintergrundinformationen zum Weingut Reinhold Haart:

Die Familie Haart betreibt ihr 8 Hektar großes Weingut an der Mosel seit 1337. Derzeit befindet sich das Weingut Reinhold Haart in dem Besitz von Theo, Edith und Johannes Haart. Auf den vom Weingut Reinhold Haart in naturnaher Anbauweise bewirtschafteten Steillagen Goldtröpfchen, Grafenberg, Kreuzwingert und Ohligsberg entsteht mehrfach ausgezeichneter Riesling. Ein Großteil der Produktion der VDP Winzer wird exportiert.