Interview mit Philipp Kuhn:

Herr Kuhn, warum Sind Sie Winzer geworden?

Weil es der beste Beruf der Welt ist!

Wer ist Ihr Vorbild und warum?

Meine Oma. Weil sie 11 Kinder durchbrachte und aus allen etwas Ordentliches wurde.

Was war Ihr spannendstes Weinerlebnis?

1890er Riesling Trockenbeerenauslese.

Was ist Ihr Lieblingsgericht und was trinken Sie dazu bevorzugt?

Schinken-Pfannkuchen mit Spargel und dazu einen leichten trockenen Riesling.

Welche Arbeit im Betrieb wird stets aufgeschoben?

Büro- und Verwaltungstätigkeiten.

Wenn Sie wüssten, der nächste Wein wird Ihr letzter sein, welchen würden Sie trinken?

Keinen! Weil die Erinnerungen an die vielen guten Weine, die ich trinken durfte, mich traurig stimmen würden.

Hintergrundinformationen zum Weingut Philipp Kuhn:

Der Drang zur Verbesserung manifestierte sich früh im Pfälzer Philipp Kuhn. Als Schüler erhielt Philipp den Ratschlag des Nachbarn doch lieber Spätburgunder statt Huxelrebe in der Ersten Lage Laumersheimer Kirschgarten anzubauen. Philipp überredete daraufhin seinen Vater zu diesem Schritt. Es hat sich gelohnt, schließlich ist heute daraus der bekannte Kirschgarten Spätburgunder entstanden, für den das Weingut so bekannt ist. Philipp Kuhn übernahm den elterlichen Betrieb direkt nach dem Abitur 1991. Verwunderlich, schließlich galt der Winzerberuf damals weder als sehr  prestigeträchtig, noch als wirtschaftlich vielversprechend. Vielleicht weil es damals als Fehlentscheidung eingeschätzt wurde, hat sich Philipp dazu entschieden jetzt erst recht guten Wein zu machen. Dazu musste fast alles im elterlichen Betrieb geändert werden. Die Rebfläche wurde mehr als verdreifacht und bis auf die Rieslingreben wurden alle Reben ausgetauscht. Der Spätburgunder aus dem Kirschgarten führte den gerade zwanzigjährigen Philipp auch zu seinen ersten Erfolgen, u.a. eine Platzierung unter den besten 25 beim deutschen Rotweinpreis. Mittlerweile ist er Mitglied des VDP und blickt auf eine sehr erfolgreiche Karriere zurück. Er ist vielleicht kein Jungwinzer mehr, aber sein Tatendrang hält an. Philipp wurde als einer der Ersten mit dem Nachhaltigkeitssiegel FAIR’N GREEN prämiert, dem ersten Siegel, das ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit überprüft.