Theresa Breuer: „An dem Projekt Halboffene Weidelandschaften begeistert mich die Eingliederung von Nutzflächen in ein unberührtes Naturbild und die landschaftliche Verschmelzung von Wald- und Nutzflächen zu einem homogenen Landschaftsbild. Zudem wird nicht nur den Tieren ein natürliches Umfeld geschaffen, sondern tatsächlich eine höhere Wirtschaftlichkeit erreicht.“

Halboffene Weidelandschaften 

Durch ihren einzigartigen Charakter bieten halboffene Weidelandschaften eine besonders hohe Artenvielfalt und bewahren zudem traditionelle Kulturlandschaftsformen der Land- und Forstwirtschaft. Eine Weide befindet sich in Oberdiebach, 25 Kilometer von Geisenheim entfernt. Die zweite liegt unterhalb der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz, gegenüber vom Deutschen Eck.

Die Weideflächen bestehen zu großen Teilen aus ehemaligen Wein- und Obstbauflächen und werden mit Ziegen und Ponys bewirtschaftet.

Mehr zum Projekt auf www.halboffene-weidelandschaften.de.

 

Aktuell werden zwei Projekte unterstützt:

Die Halboffene Weidelandschaft Oberdiebach: Dort werden seit 2010 30 ha ehemalige Weinberge, Obstwiesen, Halbtrockenrasen, lichte Trockenwälder und feuchte Bachauenwälder durch Exmoor-Ponys bewirtschaftet.

Die Halboffene Weidelandschaft an der Festung Ehrenbreitstein: Hierbei handelt es sich um 7 ha ehemalige Weinberge, Halbtrockenrasen und Niederwald, welche mit Burenziegen bewirtschaftet werden. Die Tiere werden jeweils in kleiner Zahl frei auf dem Gelände gehalten, sodass es ihnen möglich ist, sich ausschließlich von dem zu ernähren, was ihnen die Natur zur Verfügung stellt – sommers wie winters – und sie so die Landschaft prägen und deren Charakter erhalten.

Brachgefallene Weinberge und Obstgärten werden ganzjährig bewirtschaftet, was sie vor Verbuschung schützt und das einzigartige (warme) Mikroklima der Lagen und somit den Lebensraum vieler bedrohter Tier- und Pflanzenarten erhält.

Das Projekt Halboffene Weidelandschaften wird von der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie (GNOR) e.V. aus Mainz getragen und ist ein Naturschutzprojekt. Es bewahrt jedoch gleichermaßen die historisch entstandenen Kulturlandschaften im UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal.

 

Fotos der Halboffenen Weidelandschaften © Holger Schanz / GNOR e.V.